Motivation

„Wege entstehen dadurch, dass man sie geht.“

(Franz Kafka) 


Buen Camino!

Ich bin Annelie, 27 Jahre alt, Masterstudentin an der TU– Berlin für Ernährungs-/ Sportwissenschaften und das ist meine Motivation:

Petra und Anni

 

Als laufenden Sonnenstrahl würden mich viele bezeichnen. Klein, blond und sportlich, ehrlich, direkt und immer einen Witz in der Tasche. Doch was viele nicht wissen, ich trage etwas bei mir, etwas, was mich lange schwer belastete. 10 Jahre lang schwieg ich über mein Schicksal, niemand wusste davon, außer engste Freunde und Verwandte. Ich schwieg solange, bis ich es nicht mehr aushielt. Es ging nicht mehr. Es tat so sehr weh daran zu denken, wie es weh tat, nicht daran zu denken. So viel Liebe und Trauer zu gleich. Ich beschloss: Aufarbeiten, Aufräumen, Klarheit schaffen, nun musste es sein. Ich war soweit. Ende 2016 begab ich mich auf meinen Weg, meinen Jakobsweg. Warum?  Meine beiden Eltern sind in meiner Jugendzeit an Krebs erkrankt. Mein Papa starb an Bauchspeicheldrüsenkrebs als ich 14 Jahre alt war, nachdem wir uns 1 Jahr lang durch alle Therapien, die vorstellbar sind, gekämpft haben. Ein Jahr nach seinem Tod erkrankte meine Mama an Gebärmutterhalskrebs. Noch einmal hieß es Operation, Chemotherapie, Bestrahlung. Monatelange Therapien folgten, Rehabilitation und lange Wochen, in denen ich allein zuhause war. Fast ein Waisenkind. Dabei war ich gerade 16 Jahre alt geworden. Es war das Schlimmste, was uns hätte je passieren können. Dabei waren wir doch eine „heile Familie“ gewesen.Was geschah? Viele Jahre haben meine Mama und ich uns zurück ins Leben gekämpft. Wir sind wieder aufgestanden und stehen wieder mitten im Leben. Wir sind heute stärker denn je.

Ein kurzer Rückblick zu meinem Projekt:

Laufend gegen Krebs – 450km auf dem Jakobsweg für Kinder krebskranker Eltern, so hieß meine erste eigene Spendenaktion zu Gunsten der Berliner Krebsgesellschaft e.V.. Im Mai 2017 lief ich über 3 Wochen, 450km auf dem Jakobsweg in Spanien. Einmal für mich selbst, um meine Geschichte aufzuarbeiten, zum anderen, für den guten Zweck, für Kinder krebskranker Eltern, so wie ich es bin. Ich sammelte 1135,00€ für betroffene Familien und spendete diese. Es bliebt nicht aus, dass ich meine Erlebnisse vom Jakobsweg teilen wollte, nachdem ich eine Menge Aufmerksamkeit generieren konnte. Daher stellte ich dieses Pilgerprojekt auf die Beine. Erstmalig führte ich im Mai 2017 zwölf Krebspatienten innerhalb von 7 Tagen, 150km über den Brandenburger Jakobsweg. Wieder konnte ich gut 800€ für die Berliner Krebsgesellschaft e.V. spenden. Eine unbeschreibliche Erfahrung, die ich in den nächsten Jahren mit noch vielen weiteren Betroffenen teilen möchte.

 

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Mein Schicksal ist meine Motivation, Betroffenen  ein Vorbild zu sein.

Ich möchte nicht mehr schweigen, nicht mehr verstecken,
ich möchte motivieren, inspirieren, Hoffnung schenken.

Es ist Zeit etwas zurück zu geben.

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GEMEINSAM GEGEN KREBS.

 

 

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