Tag 4: Buckow – Straußberg – 24km

Überraschung im „gelben Meer“

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Am Morgen nehmen wir die nächsten 24 km in Angriff. Alle sind ausgeschlafen, gesättigt und die Jugendherberge Buckow mit ihren kleinen einzelnen Hütten mitten im Wald werden wir in guter Erinnerung behalten.

Morgenrunde, singen, Schweigeminute und los geht’s. Schweigend. Wie jeden Morgen. Die ersten 60 Minuten nehmen wir das angenehme „wir – Gefühl“ aus der gemeinsamen Schweigeminute mit auf den Weg. Es ist eine Wohltat so früh am Morgen einfach nur miteinander zu laufen. Nebeneinander, hintereinander und doch miteinander. Jeder mit seinen eigenen Gedanken beschäftigt.

Wir sind am Vortag ein wenig vom Jakobsweg abgekommen um zur Herberge zu gelangen. Dafür gibt es heute einen wunderschönen Weg durch viel Wald zurück zum Jakobsweg. Die Landschaft ist wieder sehr schön und das ist nicht nur dem schönen warmen Sonnenschein geschuldet.

Unsere erste wohlverdiente Rast wollen wir in einer schönen Senke machen und es liegen auch reichlich Baumstämme zum Niederlassen am Wegesrand. Doch leider ist um uns herum ein echtes Feuchtgebiet und die vielen Mücken haben noch nicht gefrühstückt!! Also müssen wir noch ein paar hundert Meter durchhalten, aus dem Wald raus gehen, um dort ein idyllisches Plätzchen zu finden. Im Rücken der Wald und vor uns ein gelbes weites Meer. Ein riesiges Rapsfeld liegt vor uns. Berauschend für die Augen und berauschend für die Nase. Und plötzlich sind SIE da. Wir trauen unseren Augen kaum. Eine ganze Herde. Sind es Rehe, Hirsche, Wild, ich weiß es nicht. Sie springen durch den Raps und überqueren unseren Weg nur ein paar Meter von uns entfernt. Großartig!! Was für ein Schauspiel!!

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Der heutige Weg bringt uns noch an einer Pyramide in Garzau vorbei und dann einen sehr langen asphaltreichen Restweg bis zur heutigen Herberge in Straußberg. Manche haben mit den schmerzenden Blasen gekämpft und manche haben die letzten Meter über das riesige Gelände der Sportstätte verflucht, aber alle sind angekommen.

Tag 4 Bild 5

Zur Versöhnung gibt es erstens sehr gute Betten und vor allem einen Grillabend bei dem keine Wünsche offen blieben.

Buen apetito!!

Eure Petra

 

  1. Ein sehr schöner und persönlicher Erfahrungsbericht. Ja, manchmal kommt man vom Weg ab, dafür ist die Freude über die Rückkehr zum gewünschten Pfad um so angenehmer. Ich mag auch solche spontanen Begegnungen tierischer Art auch sehr. Einen schönen Abend und liebe Grüße, Dario 🙂

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